Background-Knowledge #1 – Wie viel Fantasy darf’s denn sein?

Bei dem Begriff „Fantasy“ denkt man normalerweise gleich an Tolkien, Rowling etc. Man hat Bilder von farbenfrohen Welten voller Magie und Fabelwesen vor Augen und man denkt an Elven, Zwerge, Hobbits und Orks. Und das auch zu recht.

Ich habe mich trotzdem bewusst gegen all das entschieden und die Welt in meinem Roman eher an einer realen altertümlichen Mittelalterwelt orientiert. Der Vorteil: Der Leser ist sofort im Bilde. Gängige Stereotypen sind allseits bekannt und alles Wesentliche ist in wenigen Sätzen erklärt. Natürlich hat es einen gewissen Reiz, eine ganze Welt nach eigenen Vorstellungen zu erschaffen, aber das kostet viel, viel Zeit und sobald die Umsetzung dann nicht richtig gelingt, sieht es doch wieder nur wie ein schlechter Versuch aus, den oben genannten Über-Autoren nachzueifern.

Mit einer grundsätzlich bekannten Welt (jeder weiß ja irgendwie so im Groben über das Mittelalter Bescheid), kann man den Leser wunderbar in „Sicherheit“ wiegen und durch einzelne, überlegte Fantasy-Einsprengsel gezielt mit dieser Sicherheit spielen. Das finde ich nicht minder reizvoll und sind wir mal ehrlich: Wenn in Mittelerde oder Hogwarts plötzlich ein Drache auftaucht, zuckt jeder nur müde mit den Schultern. Wenn gleiches in einer mittelalterlichen Welt ohne sonstige Anzeichen von Fantasy-Elementen geschieht, ist das schon wieder etwas anderes.

Weniger kann also manchmal tatsächlich mehr sein – und für diesen Weg habe ich mich entschieden. Ihr könnt also gespannt sein, was ich noch so alles für euch in der Hinterhand habe. Denn eines kann ich euch versprechen: Ihr habt noch lange nicht alles von mir gesehen (oder besser gelesen)!

Phantastische Grüße

Euer Tobi