Schreibwerkstatt #2 – Einflüsse aus dem realen Leben

Gerade am Anfang, wenn das eigene Buch noch recht neu ist, kommt es schon mal vor, dass man von Freunden, Bekannten, Kollegen etc. gefragt wird, ob man jemanden aus dem realen Leben in die Story eingebaut oder sonstige realen Erlebnisse verarbeitet hätte. Und ich habe dann die immer gleiche Antwort parat: NEIN!!!

Ist jetzt auch gar nicht böse gemeint und am Anfang dachte ich selbst noch, dass es „ja ganz nett“ sein könnte, die ein oder andere Anspielung auf echte Personen einzubauen. Was ist dann passiert? Ich habe etwas länger an meinem Buch geschrieben als gedacht und am Ende beim Korrekturlesen gemerkt, dass eben diese Anspielungen entweder hinderlich waren oder einfach überhaupt gar nichts brachten.

Daher kann ich jedem angehenden Schriftsteller nur den Rat geben: Seht eure Geschichte als ein großes Ganzes, mit dem ihr eure Leser für euch gewinnen wollt. Sollte es eure Story hergeben – lasst euch von mir nicht aufhalten. Ich habe für mich beschlossen, dass nichts und niemand so wichtig ist, dass ich deswegen meine Handlung verbiegen oder ins Lächerliche ziehen würde und damit fahre ich bis jetzt eigentlich ganz gut. Irgendeinen hässlichen Gnom mit dem Namen einer Person, auf die ich nicht gut zu sprechen bin, wird es bei mir also nicht zu finden geben (ja, diese Frage kam schon vor!).

Phantastische Grüße

Euer Tobi

Nachtrag in Sachen Story

Insbesondere dann, wenn ihr ein etwas längeres Buch oder eine ganze Reihe plant, werdet ihr eure Story zwangsläufig früher oder später selbst hinterfragen, da ihr euch verdammt lange mit dieser auseinanderzusetzen habt. Aber keine Sorge: man muss nicht die komplette Handlung auf einmal fertigstellen. Ihr solltet eine grobe Idee dessen mitbringen, was sich ereignen soll, der Rest kann sich dann während des Schreibens noch entwickeln. Auch das, was ihr euch im Vorhinein vorgestellt habt, kann dann noch etwas geschliffen werden.

Nehmt euch deshalb ruhig die Zeit und hinterfragt euch selbst von Zeit zu Zeit. Auf diese Weise könnt ihr Ungereimtheiten in der Story vermeiden und wenn ihr merkt, dass eure Story (immer noch) gut ist, ist das auch eine beruhigende Erkenntnis. Und es gibt kein Problem, das sich nicht irgendwie lösen lässt!

Tipp zum Schluss: Hinterfragt euch selbst – andere werden das noch früh genug tun!

Grüße

Euer Tobi

Schreibwerkstatt #1 – Mut zur Story

Vielleicht gleich einer der wichtigsten Tipps zu Beginn: Schreiben ist keine Angelegenheit, die man mal eben so nebenher bewerkstelligt. Besonders dann, wenn man als Hobby-Autor in der Freizeit schreibt. D.h. ihr werdet ein großes Durchhaltevermögen brauchen, müsst euch konsequent Freiräume zum Schreiben schaffen und vor allem: ihr müsst zu eurer Story stehen.

Gerade dann, wenn es mal wieder etwas länger dauert als gedacht, können euch immer wieder Zweifel kommen, ob eure Story auch wirklich lückenlos ist, ob es irgendwo noch Logikfehler gibt oder ob manches Detail an den Haaren herbeigezogen wirken könnte.

Was ihr euch aber immer wieder fragen solltet: Warum sollte jemand mein Buch kaufen? Was macht meine Story einmalig und wo liegt der Reiz für den Leser?

Denkt deshalb gut über eure Story nach, Zeit dazu werdet ihr unweigerlich haben (glaubt mir, ich rede da aus Erfahrung ;-)). Und steht dann auch zu dem, was ihr schreiben wollt. Denn über eines solltet ihr euch im Klaren sein: Ihr erschafft gerade etwas und das ist ein verdammt gutes Gefühl!

Grüße

Euer Tobi