Beim ersten Mal tat’s noch weh…

Ganz so schlimm war es dann allem Lampenfieber zum Trotz doch nicht und auch wenn es eine etwas kleinere Runde war als erwartet: Hiermit möchte ich mich nochmals recht herzlich bei allen bedanken, die am vergangenen Freitag zu meiner ersten Lesung in Keltern gekommen sind. Ein toller Abend dank vieler guter Freunde und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte!

Leider fehlen mir noch die offiziellen Bilder der Veranstaltung (so ist das eben, wenn man das den Profis überlässt ;-)). Sobald ich alles beisammen habe, werde ich hier noch ein paar Impressionen des Abends einstellen.

Phantastische Grüße
euer Tobi

Background-Knowledge #2 – Wo waren wir doch gleich?

Dem aufmerksamen Leser, der mein Buch bis zum Prolog durchgeblättert hat, ist bestimmt aufgefallen, dass es KEINE Landkarte zu Beginn des Buches gibt. Eignet sich eine Fantasy-Geschichte mit einer eigens kreierten Welt nicht eigentlich bestens dazu, eine Landkarte zur besseren Orientierung des Lesers einzubauen? Doch, eigentlich schon. Eigentlich…

Eine Landkarte ist ja erst mal eine ganz tolle Sache – wenn man auch einige relevante Orte hat, die man auf ihr vermerken kann. Da sich die Handlung meines Buches allerdings an recht wenigen Orten abspielt, habe ich vorerst darauf verzichtet. Natürlich könnte man auf einer Landkarte auch gleich die Orte einzeichnen, die im weiteren Verlauf noch relevant werden, aber da möchte ich wiederum nicht allzu viel vorweg nehmen und die künftige Spannung erhalten.

Was also nun aus dieser Erklärung mitnehmen? Wichtig war mir primär, ein Gefühl für Entfernungen zu schaffen. Sprich: Haben die Personen eine weite Reise hinter sich (im Falle von Steinheim: ja)? Sind die Personen irgendwo in den Außenbezirken des Landes unterwegs (im Falle von Steinheim: ja)? Und in welcher Art von Gegend spielt die Handlung (insbesondere in Kapitel 2 und 3 ausgeführt)?

Ich hoffe, dass mir das soweit gelungen ist. Und ja: wer diesen Text ausführlich gelesen hat, der kann es schon ahnen – es wird schon noch eine Karte kommen. Wann? Darauf werde ich mich heute noch nicht festlegen 😉

 

Phantastische Grüße
euer Tobi

Schreibwerkstatt #2 – Einflüsse aus dem realen Leben

Gerade am Anfang, wenn das eigene Buch noch recht neu ist, kommt es schon mal vor, dass man von Freunden, Bekannten, Kollegen etc. gefragt wird, ob man jemanden aus dem realen Leben in die Story eingebaut oder sonstige realen Erlebnisse verarbeitet hätte. Und ich habe dann die immer gleiche Antwort parat: NEIN!!!

Ist jetzt auch gar nicht böse gemeint und am Anfang dachte ich selbst noch, dass es „ja ganz nett“ sein könnte, die ein oder andere Anspielung auf echte Personen einzubauen. Was ist dann passiert? Ich habe etwas länger an meinem Buch geschrieben als gedacht und am Ende beim Korrekturlesen gemerkt, dass eben diese Anspielungen entweder hinderlich waren oder einfach überhaupt gar nichts brachten.

Daher kann ich jedem angehenden Schriftsteller nur den Rat geben: Seht eure Geschichte als ein großes Ganzes, mit dem ihr eure Leser für euch gewinnen wollt. Sollte es eure Story hergeben – lasst euch von mir nicht aufhalten. Ich habe für mich beschlossen, dass nichts und niemand so wichtig ist, dass ich deswegen meine Handlung verbiegen oder ins Lächerliche ziehen würde und damit fahre ich bis jetzt eigentlich ganz gut. Irgendeinen hässlichen Gnom mit dem Namen einer Person, auf die ich nicht gut zu sprechen bin, wird es bei mir also nicht zu finden geben (ja, diese Frage kam schon vor!).

Phantastische Grüße

Euer Tobi

Background-Knowledge #1 – Wie viel Fantasy darf’s denn sein?

Bei dem Begriff „Fantasy“ denkt man normalerweise gleich an Tolkien, Rowling etc. Man hat Bilder von farbenfrohen Welten voller Magie und Fabelwesen vor Augen und man denkt an Elven, Zwerge, Hobbits und Orks. Und das auch zu recht.

Ich habe mich trotzdem bewusst gegen all das entschieden und die Welt in meinem Roman eher an einer realen altertümlichen Mittelalterwelt orientiert. Der Vorteil: Der Leser ist sofort im Bilde. Gängige Stereotypen sind allseits bekannt und alles Wesentliche ist in wenigen Sätzen erklärt. Natürlich hat es einen gewissen Reiz, eine ganze Welt nach eigenen Vorstellungen zu erschaffen, aber das kostet viel, viel Zeit und sobald die Umsetzung dann nicht richtig gelingt, sieht es doch wieder nur wie ein schlechter Versuch aus, den oben genannten Über-Autoren nachzueifern.

Mit einer grundsätzlich bekannten Welt (jeder weiß ja irgendwie so im Groben über das Mittelalter Bescheid), kann man den Leser wunderbar in „Sicherheit“ wiegen und durch einzelne, überlegte Fantasy-Einsprengsel gezielt mit dieser Sicherheit spielen. Das finde ich nicht minder reizvoll und sind wir mal ehrlich: Wenn in Mittelerde oder Hogwarts plötzlich ein Drache auftaucht, zuckt jeder nur müde mit den Schultern. Wenn gleiches in einer mittelalterlichen Welt ohne sonstige Anzeichen von Fantasy-Elementen geschieht, ist das schon wieder etwas anderes.

Weniger kann also manchmal tatsächlich mehr sein – und für diesen Weg habe ich mich entschieden. Ihr könnt also gespannt sein, was ich noch so alles für euch in der Hinterhand habe. Denn eines kann ich euch versprechen: Ihr habt noch lange nicht alles von mir gesehen (oder besser gelesen)!

Phantastische Grüße

Euer Tobi